Auf Tour mit „Rock am Ring“ – eine Erlebnisschilderung:

Rock am Ring
Krefeld HBF, Abfahrt 10.30 Uhr, Gleis 5. Ich fahre mit „Rock am Ring“, der Band der Lebenshilfe Krefeld, zu einem Auftritt nach Solingen. Während der Fahrt werden Stimmübungen gemacht. Alle haben Spaß. Wirklich alle? Ein Teil der Fahrgäste sucht sich einen anderen Platz. Sollen Sie doch! Ankunft in Solingen, Weiterfahrt mit dem Bus zur Eissporthalle. Die gehörte mal der Stadt Solingen und ging Pleite, Jetzt initiiert die Lebenshilfe Solingen dort alle möglichen Veranstaltungen, nicht nur die heutige „Mai-Fieber-Party“. Die ist übrigens das lang und heiß ersehnte „Danke schön“ für alle Beteiligten an der Fußball-WM 2006 der Menschen mit Behinderung.
Zur Einstimmung wird der Film „Anders ist normal“ gezeigt, eine Dokumentation über die WM. Als erstes tritt die Band „Eyegelb“ auf. Schnell steigt die Stimmung, es wird vor der Bühne getanzt. Die Aufregung bei den Bandmitgliedern von „Rock am Ring“ steigt. Einige haben richtig Lampenfieber. Als nächstes ist die Band „Dr. Hinkelstein“ dran. Die sind ziemlich laut. Endlich ist es soweit, die Instrumente von „Rock am Ring“ werden aufgebaut und verkabelt. Das dauert. Es sind nämlich ganz schön viele Instrumente für ganz schön viele Bandmitglieder.
Phillip, der den ganzen Tag so nervös war und vor Lampenfieber nichts essen konnte, wandelt sich auf der Bühne zum extrovertierten Entertainer. Er ist nicht zu stoppen. Die anderen auch nicht. Viele Bongos, das Schlagzeug, die Gitarre, das Saxophon, die Geige von Andrea Hülsmann... Der Sound der Band ist richtig gut. Es groovt. Nach zwei Zugaben – es fällt schwer, die Akteure zum Aufhören zu bewegen – ist Schluss, wir müssen nach Hause! Am HBF Krefeld verabschiede ich mich und freue mich schon – auf den nächsten Auftritt von „Rock am Ring“, denn den werde ich bestimmt nicht verpassen.

Corinna Gielen
 
 
 

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